08.03.2022

Sarah Elßer – Nerdthemen sexy machen

Beitrag von Barbara Debold

An der Hochschule Fresenius arbeiten viele interessante Menschen. Zum internationalen Frauentag, der seit 1911 am 8. März begangen wird, möchten wir Ihnen heute unsere Dozentin Sarah Elßer vorstellen. Und dabei hat die Bildungskarriere von ihr eher bescheiden begonnen. Doch heute motiviert sie ihre Studierenden abseits der Schulnoten zu Bestleistungen durch Neugier und Mut.

Sarah Elßer hat Germanistik in Bamberg studiert und arbeitete dann als freie Autorin für das ZDF und die ProSiebenSat1 Media SE. Heute produziert sie mit ihrem Startup awen GmbH redaktionellen Video-Content für Unternehmen. Die Marke „Tech well told“ will Technologie unterhaltsam, informativ und verständlich präsentieren. Oder wie sie es beschreibt: Als Nerd-Dolmetscherin macht sie Geek-Themen sexy.

Seit drei Jahren ist Sarah Elßer außerdem als Dozentin bei uns im Bereich „Personal Branding“ tätig und engagiert sich leidenschaftlich für die Neugier ihrer Studierenden.

Erfolg braucht Neugier und Mut, nicht eine 1 in Mathe

Sarah Elßer spiegelt sich in einer Fensterscheibe und lächelt„Ich war keine gute Schülerin. In der 9. und 11. Klasse bin ich beinahe sitzen geblieben. Mein Mathe-Abi habe ich gerade so mit 5 Punkten bestanden, weil ich ein Talent in Präsentationen und Rhetorik habe und mir die mündliche Prüfung den Allerwertesten gerettet hat.

Hätte man damals meinen Mathelehrer fragt, was aus mir wird, wäre Taxifahrerin vermutlich noch das schmeichelndste Berufsbild gewesen.

Ich war nicht gut in der Schule. Ich war nicht gut im Lernen. Ich war gut im neugierig und offen sein. Auswendig lernen und vorgegebene Wege gehen – das war einfach nicht meins.

Erst im Studium habe ich meine Neugier zurückgewonnen. Das kindliche Entdeckertum. Nein, besser noch: Es wurde sogar gefördert. Es gab keine schlechten Noten, wenn man ungewöhnliche Wege im Denken und Diskutieren eingeschlagen hat. Es gab Anerkennung für den Mut, andere Wege zu gehen.

Es gab mir das Gefühl zurück, nicht „zu dumm“ zu sein, sondern einen Mehrwert zur Gesellschaft beitragen zu können – und etwas Eigenes aufbauen zu können.

Das habe ich gemacht: Gründerin eines Startups, Aufbau der Marke „Tech Well Told“, Moderatorin der großen (DAX-) Firmen in Deutschland.

Seit knapp 3 Jahren darf ich als Dozentin der Hochschule Fresenius mit talentierten Nachwuchskräften zusammenarbeiten. Mit ihnen neugierig sein. Von ihnen lernen. Im Bereich Personal Branding einen Beitrag leisten und meine Erfahrungen und mein Know-how teilen.

Es geht hier nicht um „richtig“ oder „falsch“, es geht hier um Weiterentwicklung oder Stillstand. Wenn Studierende interessiert und neugierig an Themen ran gehen, kann eine Bewertung nicht schlecht sein – denn von jedem anderen Weg als den bisher bekannten, kann man nur lernen.

An der Hochschule Fresenius steht Eigenständigkeit, Ausprobieren, Praxisnähe und Neugier im Mittelpunkt. Aus meiner Sicht eine perfekte Mischung, um im Berufsleben erfolgreich zu sein.

Denn wenn man mutig und neugierig Dinge ausprobiert, vorgegebene Wege hinterfragt und neu geht, dann kommt man aus „Komfortzone“ und der Durchschnittlichkeit heraus und kann etwas Großartiges schaffen.

Und Deutschland braucht ganz sicher noch viele geniale Köpfe und Macher, um zukunftsfähig zu bleiben.“

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