innocept mobility – Gründer berichten von ihrer Idee & aktuellen Challenges

Die Co-Founder Masih Akbar und Ilya Klyashtornyy starteten Anfang 2020. Das Team von innocept mobility wurde mit dem Company Builder, dem Accelerator des PIONEER LAB bis März 2022 gefördert.

innocept mobility ermöglicht eine zuverlässige und kostensparende Ladelösung, die sich flexibel auf die Bedürfnisse der Kund:innen einstellt. Durch die integrierte Smart-Sharing Funktion kann die Ladestation zusätzlich zu einer Einnahmequelle werden. Im Interview erzählen die Co-Founder von innocept, wie sie auf die Idee für ihr Start-up gekommen sind, mit welchen Herausforderungen sie zu kämpfen hatten und was sie beim Company Builder alles erlebt haben.

Was macht innocept mobility? 

Eine nachhaltige Mobilität funktioniert nur mit sehr einfach zugänglicher Elektromobilität für jeden. Diese scheitert jedoch an einem zu langsamen, zu kostenintensiven und ineffizienten Ausbau von öffentlichen Ladesäulen. Hier setzen wir an und bieten die optimale Lösung: Ein kostengünstiger Ausbau von Ladepunkten für E-Autos durch die Nutzung von schon vorhandenen Ressourcen – das Airbnb  für Ladesäulen. Wir bieten einen digitalen Marktplatz auf dem gewerblich und privat genutzte Ladepunkte (meist von Unternehmen, die z. B. Ladesäulen für ihre Mitarbeiter:innenr zur Verfügung stellen und nach Feierabend diese mit der Öffentlichkeit sharen) öffentlich zugänglich und abrechenbar sind. Die Nutzung der Ladepunkte erfolgt durch unsere mobile App, die auch gern als die smarteste Lade-App auf dem Markt bezeichnet wird.

Was sind dabei eure USPs? 

Wir sorgen mit unserer Ressourceneffizienz für einen sehr einfachen, kostengünstigen und viel schnelleren Ausbau der Ladeinfrastruktur als bisher auf dem Markt und auch für den Staat üblich. Dabei achten wir auf eine Win-Win Situation zwischen Anbieter:innen der Ladesäulen und den E-Autofahrer:innen. Zudem bieten wir den Ladesäulen-Anbietern:innen und vor allem peauch den E-Autofahrer:innen selbst über unsere App intelligente Analysen und Prognosen zum Fahr- und Ladeverhalten wie bspw. zu den individuellen CO2-Emissionen, empfehlen ein bestimmtes Ladeverhalten, um Kosten oder CO2-Emissionen einzusparen oder begleiten sie bei der Routenplanung, um längere Strecken mit effizienten Ladestopps zu kombinieren. Ein besseres Verhalten hinsichtlich der CO2-Emmssionen wird von uns monetär belohnt.

Wie seid ihr auf euren Namen gekommen? 

innocept mobility ist ein Kürzel für „innovative concepts for mobility“ – wir wussten von Anfang an, was mit unserem Unternehmen erreichen wollen und das war eben genau dieser Punkt: Innovative Konzepte und Produkte für eine nachhaltige Mobilität zu entwickeln. Es gab zwar einen Prozess für die Namensfindung, der finale Name jedoch kam am Ende durch eine Eingebung nachts im Bett beim Versuch einzuschlafen. 

Start-up innocept mobility

Bekanntlich sind die Köpfe hinter der Idee das Entscheidende. Stellt euch doch mal vor! 

Ich bin Masih Akbar, 28 Jahre alt, ein Wirtschaftsingenieur, technische Fachrichrichtung Elektro- und Informationstechnik an der TU Darmstadt. Während des Studiums konnte ich (und gegen Ende dann auch erfolgreich) sowohl im kommerziellen als auch im non-Profit Bereich intensiv Gründungserfahrung sammeln, ehe ich nun als Geschäftsführer vor allem für die Bereiche Investor Relations, Business Strategy und Sales tätig bin.

Ich bin Ilya Klyashtornyy, 31 Jahre alt und Informatiker und Elektroingenieur an der TU Darmstadt. Im Bereich modellbasierte Systementwicklung und Softwareentwicklung für Tier sowie für Unternehmen in der Automotive Branche durfte ich nach meinem Studium mehrere Jahre Berufserfahrung sammeln. Aber auch bereits während des Studiums habe ich erste Gründungserfahrungen gesammelt, ehe ich innocept mitbegründet und den Bereich der technischen Entwicklung übernommen habe. Aber auch strategisch bin ich sehr stark involviert.

Welche Herausforderungen habt ihr aktuell? 

Wir bereiten derzeit unsere erste größere Testphase vor und werden den Produkt-Launch sehr bald mit einigen Feldversuchen und vielen App-Nutzer:innen starten. Dementsprechend sind natürlich die technischen Vorbereitungen, ein strukturell effizienter und automatisierter Aufbau des Bereiches Sales und Marketing, aber auch die Suche nach geeigneten Investoren wichtige Punkte, mit denen wir uns derzeit intensiv befassen.

Wie steht es bei euch um die Finanzierung? 

Durch erste staatliche Förderungen wie z. B. durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie oder das hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen (die Förderungen sind immer noch aktiv), aber auch durch einige Geld-Gewinne bei Start-up-Wettbewerben konnten wir das Unternehmen bisher finanziell gut tragen. Seit kurzem sind wir nun auf der Suche nach geeigneten Business Angels, Inkubatoren oder, wenn es passt, auch VCs für eine Anschlussfinanzierung.

Wie seid ihr auf den Company Builder des Pioneer Labs aufmerksam geworden? 

Wir haben durch unser Netzwerk vom Company Builder erfahren und wurden parallel ohne unser Wissen der Projektmanagerin des Company Builder empfohlen. Nach ersten Recherchen und Gesprächen haben wir uns sofort für eine Bewerbung entschieden.

Welche Erfahrungen habt ihr bisher mit dem Company Builder gemacht? 

Wir durften bei intensiven Workshops mitmachen, hierdurch uns selbst und unser Geschäftsmodell optimieren und weiterentwickeln. Es waren viele einzigartige Aha-Erlebnisse dabei. Weiterhin ist es eine wunderbare Möglichkeit, andere Gründer:innen und/oder Business-Expert:innen aus dem sehr glänzenden Netzwerk der Hochschule Fresenius kennenzulernen und Freundschaften zu schließen.

Habt ihr schon einmal daran gedacht aufzugeben? 

Dieser Gedanke ist wahrscheinlich bei jedem/jeder Gründer:in mal präsent. Auch wenn er bei uns nicht zu einer aktiven Entscheidung gegen innocept mobility führen kann (das haben wir in sehr schwierigen Zeiten schon erlebt und immer sehr lösungsorientiert weiter gemacht), gibt es natürlich Momente der Verzweiflung und Niederlagen, die gepaart mit Wut und Enttäuschung über einen selbst auch mal die Gedanken zum Aufgeben ausschweifen lassen. Zwar bleibt es bei wirklich guten Gründer:innen nur bei dem kurzen Gedanken, doch ist es sehr gängig und normal. Gründer:innen, die das dementieren, sind nicht ehrlich zu euch oder zu sich selbst. Wichtig ist es hier, immer wieder neue Energie schöpfen zu können, z. B. wenn das eigene Unternehmen und die Motivation dahinter den Zweck des eigenen Lebens mitbegründet. Mit der neu geschöpften Energie sollte man dann Niederlagen akzeptieren, wieder aufstehen, optimieren, ändern, aus Fehlern lernen und weitermachen.

Habt ihr Vorbilder, an denen ihr euch orientiert? 

Jede innovative Gründerin und jeder innovative Gründer mit einem großen Impact auf die Gesellschaft ist für uns und unser Unternehmen ein Vorbild. Vor allem schielen wir natürlich dabei auf die zahlreichen erfolgreichen und großen Namen aus der Mobility Szene, hier gibt es immer viel zu lernen.

Was wollt ihr gründungsinteressierten Studierenden mit auf den Weg geben?

Gründet, wenn ihr zu 101% hinter eurer Motivation für das Unternehmen und der Mission steht, hört den Kund:innen und dem Markt zu, gebt niemals, wirklich niemals auf, lauft mit offenen Augen durch die Welt und erkennt neue Chancen für euer Unternehmen, baut ein sehr gutes und für euer Business relevantes Netzwerk auf, seid offen für Veränderungen bzgl. eurem Produkt, optimiert täglich euer Unternehmen und auch euch selbst, lernt aus Fehlern, arbeitet an eurem Mindset und habt Spaß an der Sache!

Das sind tolle Worte zum Abschluss! Wenn auch ihr ein Start-up in der Gründungsphase seid und noch den notwendigen Push benötigt, dann meldet euch bei uns unter pioneerlab.de oder bewerbt euch direkt für den Company Builder direkt unter www.pioneerlab.de.

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