Auslandssemester: New York – die Stadt, die niemals schläft

BWL-Studentin Janina zog für ein paar Monate von Düsseldorf nach New York, um dort zu studieren. Was sie bei ihrem Integrierten Auslandssemester erlebt hat, welche Tipps sie dir geben kann und mehr berichtet Janina im Beitrag.

New York – die Stadt, die niemals schläft. Diesen Satz kennt so ziemlich jeder, der einmal von der Metropole in Amerika gehört hat. Aber was ist überhaupt dran an dem Satz?

Im Sommersemester 2019 habe ich ein Integriertes Auslandssemester in New York am Berkeley College und der Pace University gemacht und dort deswegen für etwas mehr als 3 Monate gelebt. Das war wirklich eine sehr schöne, aber manchmal auch anstrengende Zeit. Doch ich möchte erstmal von Anfang an berichten.

Der Anfang – noch in Deutschland

Wer an der Hochschule Fresenius ein integriertes Auslandssemester machen möchte, der muss sich mindestens ein halbes Jahr vorher dafür bewerben. Außerdem musste ich damals einen Englischtest schreiben, um in Amerika studieren zu dürfen.

Darüber hinaus ist auch das Visum ein sehr wichtiges Thema. Ihr werdet viele E-Mails diesbezüglich von der Hochschule Fresenius bekommen, die euch alle helfen sollten, also sucht wirklich rechtzeitig alle Dokumente (z. B. Reisepass, Impfpass, Krankenversicherung …) zusammen und haltet alle Fristen ein!

Ihr müsst außerdem einen Termin beim Konsulat machen und ein kurzes Interview führen. Die Fragen müssen auf Englisch beantwortet werden und sind wirklich nicht schwer (sowas wie: „Was haben Sie für Pläne in Amerika?“, „Was machen Sie, wenn Sie wieder zuhause sind?“ oder „Was studieren Sie?“) aber Ihr solltet es trotzdem sehr ernst nehmen, denn ohne Visum kommt ihr nicht rein.

new york central park strawberry fields

Central Park – die Strawberry Fields in Gedenken an John Lennon

Aussicht aus dem One World Observatory

Aussicht aus dem One World Observatory

Highline Park, Chelsea

Highline Park, Chelsea

Blick aufs Empire State Building

Blick aufs Empire State Building

Die Wohnungssuche

Dieses Thema hat einen eigenen Abschnitt verdient, denn die Wohnungssuche ist wirklich nicht leicht in New York. Es gibt einige Anbieter wie Sublet4U, die euch die Wohnungssuche erleichtern, indem sie euch an Wohnungen vermitteln, die der Firma gehören. Ich persönlich habe aber eher negative Erfahrungen damit gemacht. Wir haben zu viert eine Wohnung über Sublet4U gebucht und diese war leider voller Schimmel. Auch andere Wohnungen, die wir uns von Sublet4U anschauen durften, waren sehr heruntergekommen.

Wir haben uns damals dann vor Ort auf die Suche nach einer Wohnung gemacht und sind bei Bridge Suites Apartments (351 E 60th Street) untergekommen. Die Wohnungen sind dort wirklich in Ordnung, etwas klein aber sehr zentral, super gepflegt und man hat einen Doorman inklusive, mit dem man sich in New York doch etwas sicherer fühlt.

Außerdem habe ich (fast) nur positives von Wohnungen gehört, die über New York Next oder Airbnb gebucht worden sind. Ihr solltet euch aber trotzdem darauf einstellen, dass eine Wohnung in Manhattan 1.000-1.800 EUR pro Person kostet und dafür trotzdem oft sehr klein und etwas runtergekommen sind. Wenn ihr weniger Geld ausgeben wollt und euch das zutraut, dann solltet ihr euch eine Wohnung in der Bronx oder Brooklyn suchen, euch aber unbedingt vorher über die Umgebung erkundigen, sodass es wirklich sicher für euch ist. Außerdem solltet ihr spätestens 6 Monate vorher die ersten Recherchen über Wohnungen starten.

New York – die ersten Wochen

Die Hochschule Fresenius bietet für alle Studenten des Integrierten Auslandssemesters eine kostenlose Einführungswoche an. An dieser würde ich immer wieder teilnehmen, auch wenn es keine Pflichtveranstaltung ist. So habt ihr nämlich nicht nur die Gelegenheit, eure Kommilitonen aus den verschiedenen Standorten der Hochschule Fresenius kennenzulernen, ihr seht auch bereits viele schöne Teile der Stadt. Wir waren beispielsweise auf dem One World Observatory, Brunchen, Bowlen, in einem Museum und hatten Einführungsveranstaltungen an dem Berkeley College und der Pace University. In dieser Woche wird euch aber auch genug Freizeit gegeben, um eigenständig die Stadt zu erkunden.

Freizeitaktivitäten

Die Stadt hat wirklich viel zu bieten, und zwar nicht nur Wolkenkratzer und den Central Park. Da ihr 3 Monate Zeit habt, in dieser riesigen Stadt zu leben, würde ich mir auch immer wieder die Zeit nehmen, um diese auch zu erkundigen.

In Manhattan gibt es verschiedene Stadtteile, die alle ihren eigenen Charme haben. SoHo ist beispielsweise ein ehemaliges Künstlerviertel und heutzutage kann man dort super shoppen und die schönen Gebäude bewundern. Im Financial District sind die Skyscraper und das 9/11 Memorial und in Chelsea ist die Highline, ein auf alten Bahngleisen gelegter Park, der einige Meter über der Erde ist.

Auch außerhalb von Manhattan gibt es viel zu entdecken. In Brooklyn hat man eine wunderschöne Sicht auf Manhattan und im Stadtteil Williamsburg kann man einzigartige Schnäppchen in Secondhand-Läden ergattern. Auch eine kostenlose Fahrt mit der Fähre nach Staten Island würde ich empfehlen, denn mit dieser bekommt man einen schönen Blick auf die Freiheitsstatue.

Tagestrips

New York liegt an der Ostküste der USA, daher kann man auch andere Städte außer nur New York besuchen. Ich habe beispielsweise Tagestrips nach Philadelphia (2h entfernt) und Boston gemacht (4-5h entfernt) gemacht. Der Bus kostet hin und zurück nur $30-$60. Einige meiner Kommilitonen sind auch in die Hamptons oder Atlantic City gefahren, diese Städte sollen auch sehr schön sein.

Auch nach Washington D.C. kann man super hinfahren. Für einen Tag ist es vielleicht etwas knapp, aber zwei Tage reichen prima aus, um etwas vom Alltagsstress und dem Lärm und Gestank der Großstadt abzuschalten. Wer will, kann auch einen Inlandsflug nach beispielsweise Miami buchen, ich habe mir sagen lassen, dass sich das auch sehr lohnt.

Wer also Tagestrips machen möchte, was ich sehr empfehlen würde, der sollte diese nur rechtzeitig in seiner Zeit einplanen. 3 Monate vergehen nämlich schneller als man denkt, vor allem wenn man wie in New York jede Woche Tests, Assignments, Midterms, Term Paper, Präsentationen oder Gruppenarbeiten hat.

Das Love-Sign in Philadelphia

Das Love-Sign in Philadelphia

Lebenshaltungskosten

New York ist vieles – auch sehr teuer! Ob Wohnung, Lebensmittel, Restaurants, Bars oder Drogerieartikel – ihr müsst bei allem von 150%-200% unserer Preise ausgehen. Ein Cocktail in New York kann bis zu $26 kosten und ihr dürft nicht die Tips (15%-20% Trinkgeld ist normal) und Taxes vergessen, was immer noch oben draufkommt! Also fangt schon mal an zu sparen. 🙂

Tipps zur Vorbereitung

Abschließend möchte ich euch noch ein Paar letzte Tipps geben, solltet ihr euch entscheiden ein integriertes Auslandssemester zu machen. Kauft euch am besten einen Reiseführer, nicht nur um die Stadt besser erkunden zu können, sondern auch weil dann eure Vorfreude auf die Stadt und die vielen Dinge, die man erledigen kann, steigt.

Macht euch aber auch Gedanken über die Metrokarte. Seid ihr Vielfahrer, dann kauft eine unbegrenzte Monatskarte, geht ihr viel zu Fuß oder wohnt ihr sehr zentral, dann ladet eure Karte besser nur mit Geld auf.

Auch über Internet würde ich mir kurz Gedanken machen. Ihr könnt über die Hochschule Fresenius oder über das Internet bei J1SIM Sim-Karten bekommen und entweder unlimited ($45) oder limited (ca. $25) unbesorgt surfen.

Manhattan bei Nacht

Manhattan bei Nacht

An der Brooklyn Bridge

An der Brooklyn Bridge

Der große See im Central Park

Der große See im Central Park