Freemover-Auslandssemester in San Diego: Tipps & Erfahrungen

Maximilian hat in seinem BWL-Studium ein Freemover-Auslandssemester verbracht. Von der Hochschule Fresenius in München sog es ihn nach San Diego, wo er 5 Monate studierte. Lies hier von seinen Erfahrungen und warum das Auslandssemester für Maximilian „die beste Zeit seines Lebens“ war.

Auswahl & Bewerbung

Die Entscheidung, ein Auslandssemester an der San Diego State University zu absolvieren, fiel ebenso schnell wie auch bestimmt. Wer das Flair der amerikanischen Westküste bereits kennengelernt hat, wird sich nur schwer wieder davon losreißen können, wer es noch nicht kennt lernt es schon nach wenigen Tagen zu schätzen. Da ich selbst bereits einige Tage in San Diego verbracht hatte, war schnell klar, dass die Stadt vom Flair und nicht zuletzt der Lage her mein absolutes Wunschziel ist.

Der Bewerbungsablauf erschien zunächst sehr kompliziert, da es zwischen der Hochschule Fresenius und er SDSU keine Partnerschaft und damit auch keine festgelegten Abläufe gibt. Allerdings war bereits ein Student zuvor an dieser Uni, der uns wertvolle Tipps geben konnte. Einer davon ist es, das Bewerbungsverfahren über eine der zahlreichen Agenturen wie IEC (alternativ auch College Contact etc.) abzuwickeln. Diese Agenturen bieten Studenten bei einem Freemover-Semester kostenlos Hilfe an und bieten sinnvolle Leitfäden sowie persönliche Beratung. In einer Situation wie unserer wärmstens zu empfehlen.

Der Bewerbungsprozess sowie das Erlangen des Visums wird dadurch zwar nicht weniger zeitaufwändig, aber deutlich strukturierter! Und da sind wir auch schon beim Kern der Vorbereitungen: Zeit ist alles! Je früher man sich mit den einzelnen Aufgaben wie Wohnungssuche, Auslandsversicherungen und Visum beschäftigt, umso besser. Insbesondere letzteres ist enorm zeitaufwändig bei einem Auslandssemester in den Vereinigten Staaten.

Unterkunft

Ein oftmals heikler Punkt. Auch hier gilt: Wer zuerst kommt mahlt zuerst. Wir waren im Mai mit nur dreieinhalb Monaten Vorlauf zum Semester leider schon sehr knapp dran. On-Campus-Wohnungen sind zwar zur Bewerbung ausgeschrieben, man sollte diese Hoffnung allerdings nicht als einzige Option haben. Generell kommt es sehr auf die persönlichen Präferenzen an, wo man sich in San Diego niederlässt.

Das BLVD63 ist eines der bekanntesten Studentenwohnheime der Stadt, dort erlebt man wohl die klassischste Version von WG-Leben und Hauspartys, die es gibt. Rund um die Uni gibt es noch weitere Wohnheime (wie z. B. in der Alvarado Road), in denen es ein bisschen ruhiger vonstattengeht.

Wer das Nachtleben der Stadt und das typische Flair der Strandbars genießen möchte, sollte sich in Richtung Pacific Beach orientieren. Der Campus ist ca. 20 Autominuten vom Strand entfernt, man sollte sich also bereits von Anfang an Gedanken zur eigenen Mobilität machen. Ein Mietauto ist hier wohl die klügste Lösung, da die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln überschaubar und die Transportzeiten lang sind.

Campus

Der Campus ist mit seinen immensen Ausmaßen ein absolutes Highlight. Mit über 30.000 Studenten und allen möglichen Außenanlagen gleich dieser einer eigenen kleinen Stadt. Trotz der großen Ausdehnung findet man sich aber relativ schnell zu Recht. Dies liegt vor allem an der ausgezeichneten Einführung und Betreuung von Gaststudenten seitens der Uni.

Ich habe während meines Aufenthalts drei Module belegt. Der Arbeitsaufwand ist dabei im Vergleich zu deutschen Vorlesungen deutlich höher und vor allem auch kontinuierlich über das Semester verteilt. Mehr als vier Module sind hier nicht empfehlenswert, wenn man die eigene Freizeitplanung nicht zu sehr leiden soll.

Freizeit

Neben den Vorlesungen gibt es in San Diego eine Menge zu entdecken. Vom eher touristisch angehauchten Gaslamp Quarter über die beeindruckende Altstadt bis hin zum eher zurückgezogenen Balboa Park – San Diego hat viele verschiedene Facetten. In den Sommermonaten bieten sich auch Nachmittage an den zahlreichen Stränden der Stadt an.

Auch außerhalb von San Diego gibt es viel zu erkunden. Los Angeles ist nur ca. 2 Autostunden entfernt und eignet sich daher hervorragend für Wochenendausflüge. Die Landschaft entlang des Highway 1 ist atemberaubend und verspricht viel Content für das eigene Urlaubsalbum. Für etwas geplantere und längere Ausflüge eignen sich der Yosemite Park und Grand Canyon – beide mit atemberaubenden Naturschauspielen. Für ausgiebige Partynächte ist Las Vegas ca. 6 Stunden Fahrt entfernt und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Neben diesen „Klassikern“ gibt es zahlreiche weitere Naturparks, Aussichtspunkte und lokale Events zu entdecken. Hierbei ist ein gewisses Maß an Spontanität und der Kontakt zu Kommilitonen und Einheimischen ein Garant für unvergessliche Momente.

Fazit

In Summe war das Auslandssemester eine absolute Bereicherung und das in vielen Aspekten. Neben den durchaus neuen und sehr interessanten Themen der Vorlesungen bietet es auch auf persönlicher Ebene viele Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Ich habe in den 5 Monaten San Diego kennen und lieben gelernt, viele neue Freundschaften geschlossen, unzählige neue Orte bereist und die beste Zeit meines Lebens verbracht!