19.08.2021

Studierende entwickeln eine Lösung für personalisierte Nahrungsergänzungsmittel

Interview von Michelle Hamacher

PANDA ist die studentische Unternehmensberatung der Hochschule Fresenius und AMD Akademie Mode & Design für Innovation und Entrepreneurship. Erst kürzlich wurde ein Projekt unter dem Namen „My Health“ erfolgreich von den Studierenden Hannah Roth (Mode & Designmanagement), Sebastian Metz (Digitales Management) und Tobias Thiel (Wirtschaftschemie) beendet. Wir konnten Hannah Roth für ein Interview gewinnen und haben mit ihr über das spannende Projekt gesprochen. Wer Interesse am PANDA Programm hat, kann sich jederzeit gern unter www.hs-fresenius.de/panda bewerben.

Stell dich doch kurz einmal vor.

Ich studiere im fünften Semester Mode – und Designmanagement (B.A.) an der AMD in Wiesbaden und befinde mich derzeit im Praktikum. Ich bin 20 Jahre alt. Neben meinem eigentlichen Studium engagiere ich mich ebenso im AStA sowie als Fachschaftsvorsitz an der Hochschule.

Wie unterstützt die AMD AKademie mode & design und Hochschule Fresenius bei Gründungen bzw. was ist das  PANDA Programm des Pioneer Lab?

Das PANDA Projekt gibt Studierenden die Chance, den Prozess einer Gründung und hierbei insbesondere die Ausarbeitung und Überprüfung einer Geschäftsidee praxisnah und ohne Risiken durchlaufen zu können. Dies wird durch die Zusammenarbeit mit einem externen Unternehmen realisiert, welches eine potenzielle Geschäftsidee verfolgt und einer intensiven Ausarbeitung im Daily Business nicht nachkommen kann. Aus diesem Grund wird diese Idee an Studierende übergeben. Im First Step erfolgt hierbei ein Kennenlernen der unterschiedlichen Teammitglieder. Begleitet wird das Projekt durch eine Ansprechperson des Unternehmens, welche jederzeit für fachliche Fragen zur Verfügung steht und gleichzeitig als Kontaktperson zum Unternehmen fungiert. Seitens der Hochschule wird das Projekt kontinuierlich durch Personen begleitet, welche bereits selbst gegründet haben oder über notwendiges Gründer-Know-How verfügen. Dazu findet in einem wöchentlichen Jour fixe ein Austausch über neue Erkenntnisse statt. Gleichzeitig wird die Möglichkeit geboten, Fragen zu stellen und über Thematiken zu diskutieren sowie weitere Schritte zu besprechen. Auch außerhalb der Jour fixe steht das Hochschul Team jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Besonders spannend ist, dass das Ende des Projekts absolut offen ist. Sollte das Ergebnis der Analyse zeigen, dass die Geschäftsidee nicht marktreif ist und dementsprechend nicht realisiert und implementiert werden kann, so ist das genauso gut, wie die Erkenntnis, die Idee kann funktionieren. In diesem Fall wird ein Business Case erstellt und bildet das Ende des Projekts.

PANDA Projekt My Health
PANDA Projekt My Health

Was findest du an dem Pioneer Lab bzw. PANDA Programm besonders gut?

Am Pioneer Lab finde ich besonders gut, dass der komplette Weg einer Gründung und damit jeder Schritt mithilfe von verschiedenen Programmen seitens der Hochschule begleitet werden kann und somit die Hochschule im gesamten Prozess als Unterstützung zur Seite steht. Dementsprechend ist für alle etwas dabei, sei es im Rahmen des PANDA Projektes, Gründungsschritte sicher durchlaufen zu können und dementsprechend in die Welt des Gründens reinschnuppern zu können und es tatsächlich am Ende wirklich zu realisieren und zu implementieren.

Worum geht es bei eurem PANDA Projekt „My Health“?

Die Idee unseres PANDA Projektes fokussiert sich auf eine Lösung für individuelle Nahrungsergänzungsmittel (NEM). Das größte erkennbare Problem in der Einnahme von NEM liegt vor allem in einer geringen Aufklärung hinsichtlich der Dosierung und den richtigen Inhaltsstoffen. Aus diesem Grund bezieht sich unsere Idee darauf, mittels eines Tablets eine individuell zusammengestellte Tablette erstellen zu können, deren Zusammensetzung den persönlichen Gesundheitszustand, Symptome sowie die Einnahme weiterer Tabletten betrachtet. Der Servicegedanke steht im Vordergrund, weshalb sich der POS (Point of Sale) zunächst primär auf Apotheken fokussiert. Dort soll mithilfe von Mitarbeitenden ein Fragebogen (analog oder digital über das Tablet) ausgefüllt werden, der eine individuelle Zusammenstellung ermöglicht. Der USP liegt definitiv in einem ausgeprägten Servicegedanken sowie die Verfolgung eines Clean Label Gedankens, welcher sich auf die Verwendung ausschließlich natürlicher Inhaltsstoffe bezieht.

Wie geht es jetzt weiter – gründet ihr?

Die Frage ist derzeit noch offen und beantwortet sich sicherlich in den nächsten Wochen. Die Lust zum Gründen ist auf jeden Fall da. Im nächsten Schritt möchten wir gern einen Prototypen realisieren, um unsere Idee auf dem Markt zu überprüfen. Wir stehen hierzu derzeit mit Unternehmen und möglichen Investoren in Kontakt, welche als potenzielle Partner den Schritt eines Pilotprojektes mit uns gemeinsam umsetzen würden – aber es ist noch alles offen.

Was siehst du generell als Herausforderung beim Gründen (besonders als Frau)?

Ich denke das Thema, als Frau zu Gründen ist so präsent wie nie zu vor. Es ist leider nach wie vor so, dass der Großteil der Gründer:innen männlich ist und Frauen über eine signifikant geringere Chance verfügen, Risikokapital im Rahmen einer Gründung zu erhalten. Ich denke – und darin liegt womöglich eine der größten Herausforderungen –  dass Frauen nach wie vor in ihren Fähigkeiten unterschätzt werden. Insbesondere in der Erlangung von Risikokapital kann dies eine Hürde sein. Dabei geht es weniger darum Männer zu überholen, sondern alte Rollenbilder aufzubrechen und innerhalb gemischter Teams gemeinsam erfolgreicher zu sein – denn Diversität ist keine Erfolgsgarantie, aber definitiv ein entscheidender Schritt.

wir danken dir für den spannenden einblick in das panda programm und hoffen damit noch weitere studierende begeistern zu können.

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