17.12.2019

Start-up-Szene: Staat unterstützt Aktivitäten der Hochschule Fresenius

Beitrag der Redaktion

Die Hochschule Fresenius zählt zu den Preisträgern des Gründungsförderungsprogramms EXIST Potentiale, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie initiiert wurde.

Es hat das Ziel, Start-up-Gründungen aus Hochschulen heraus zu fördern und bundesweit Standorte als „Leuchttürme der Gründungsförderung“ zu etablieren. Im Rahmen eines Festaktes im Futurium in Berlin bekam die Hochschule ihre Urkunde überreicht. Der Förderbetrag liegt bei rund zwei Millionen Euro.

220 Hochschulen und Universitäten hatten sich für eine Förderung beworben. Insgesamt schüttet das Bundesministerium circa 190 Millionen Euro aus. Drei Expertenjurys bewerteten die Hochschulvorhaben in den Kategorien „Regional vernetzen“, „Potentiale heben“ und „International überzeugen“. Die Hochschule Fresenius gehörte zu den Gewinnern in der Kategorie „Potentiale heben“.

Maximilian Faust, Leiter des Competence Center Entrepreneurship (CCE) für die Region Rhein-Main an der Hochschule Fresenius sagte: „Die Förderung gibt unseren ambitionierten Vorhaben an den Standorten Idstein, Frankfurt am Main und Wiesbaden einen kräftigen Schub. Das Thema Gründen liegt quasi in der DNA der Hochschule Fresenius.“ Schon Carl Remigius Fresenius hatte 1848 in Wiesbaden sein Chemisches Laboratorium gegründet und dort Schüler ausgebildet. Das Ereignis ist der Ursprung der heutigen Hochschule Fresenius. „Die Tradition pflegen wir, den unternehmerischen Geist leben wir vor und geben ihn an unsere Studierenden weiter.“

„Dank der Förderung können wir nun unser Engagement in der Region Frankfurt Rhein-Main deutlich ausbauen und professionalisieren“, erläutert Faust. „Mit dem so genannten ‚Hochschule Fresenius Pioneers Program‘ werden wir jetzt einen Accelerator für Gründungspotenzialträger etablieren, um innovative und wachstumsorientierte Gründerteams individueller und intensiver zu fördern.“ Das Programm läuft jeweils über ein Jahr, investieren wird die Hochschule vor allem in die Infrastruktur. Bereits im Aufbau sind allgemeine Gründerzentren an allen drei hessischen Hochschulstandorten. Jeder Teilnehmer des Programms wird einen kostenfreien Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt bekommen. Im „Pioneers Lab“ sollen die Jungunternehmer ihre Kreativität ausleben, Ideen umsetzen und Produkte testen können. Zur Ausstattung gehören etwa 3D-Drucker, -Scanner und –Beamer, leistungsstarke Rechner, Geräte zur Darstellung virtueller Realität, aber auch die klassische Werkbank.

Mit dem Pioneers Program kann die Hochschule künftig rund 100 weitere Gründerinnen und Gründer aktiv unterstützen.

„Der persönliche Kontakt und der Eintritt in einschlägige Branchen ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg eines Vorhabens“, ergänzt Faust. „Deshalb gehört zu den neuen Services neben Beratungs- und Coachingdienstleistungen sowie Workshops die Begleitung Gründungwilliger durch Mentoren und der permanente Austausch mit Experten. Außerdem veranstalten wir künftig regelmäßig Investor-Pitches, um Gründerinnen und Gründern Zugang zu neuen Geldquellen zu ermöglichen.“

Seit 2016 hat die Hochschule Fresenius mit ausschließlich hochschuleigenen Mitteln das Competence Center Entrepreneurship für die Region Rhein-Main aufgebaut, um Gründerinnen und Gründer aus den eigenen Reihen mit einem Basiskonzept strategisch und konzeptionell zu unterstützen. Studierende profitieren bereits von einem breiten Netzwerk an namhaften Kooperationspartnern, zahlreichen Beratungsdienstleistungen und Events in der Startup-Szene. In den drei Jahren seit der Gründung hat das CCE bereits zahlreiche Gründungen aus der Hochschule heraus begleitet.

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