04.11.2020

Quartierentwicklung nachbarschaftlich gedacht – Exkursion der Immobilienwirtschaft in Berlin

Beitrag der Redaktion

Bevor in Deutschland aufgrund der Corona-Pandemie der „Lockdown light“ verkündet wurde, besuchten Berliner Studierende der Immobilienwirtschaft (B.A.) mit ihrem Studiendekan Dr. Bernd Hoepfner die Alte Mälzerei in Berlin-Lichtenrade. Dabei erfuhren sie mehr über das historische Gebäude und darüber, wie eine nachbarschaftliche Quartierentwicklung gelingen kann.

Die Alte Mälzerei ist ein Wahrzeichen von Berlin-Lichtenrade. Im Jahr 1898 errichtet, diente sie lange der Herstellung von Malz für die Schlossbrauerei Schöneberg AG. Später stand das denkmalgeschützte Gebäude leer, bevor es mit dem umliegenden Areal vom Berliner Projektentwickler Thomas Bestgen erworben und unter Beachtung der Vorgaben der Denkmalpflege in ein innovatives Nutzungskonzept überführt wurde. Dabei dient die Alte Mälzerei als Ausgangspunkt für eine komplette Quartierentwicklung mit einem sozial gemischten Hintergrund.

Nach der Fertigstellung werden sich auf dem Areal neben Wohngebäuden unter anderem eine Bücherei und eine Kindertagesstätte, aber auch ein Schwimmbad und Begegnungsräume für die Anwohner und Nachbarn befinden. Darüber hinaus wird ein alter Biergarten restauriert und ein neuer Marktplatz sowie eine Fahrradstation errichtet.

Während der Exkursion erfuhren die Studierenden von Thomas Bestgen, dem Geschäftsführer der UTB Projektmanagement GmbH und Eigentümer des Areals, in einem Vortrag mehr über die Entwicklung des Quartiers im Lauf der letzten Jahre. Sie erhielten zahlreiche Informationen über das Baurecht, die Finanzierung, Projektträgerschaften sowie die Abstimmung mit der Denkmalpflege und die Nutzersuche, die zum einen die diffizile Gebäudestruktur zu bedenken hatte, zum anderen aber auch die Nachbarschaft und die Öffentlichkeit mit einbezog. Auf diese Weise konnten sie lernen, dass Projektentwicklung nicht immer nur das Verwirklichen von eigenen Vorstellungen ist, sondern auch durch den Einbezug der Nachbarschaft wirtschaftlich sein kann.

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