08.06.2020

Möglichkeiten digitaler Anwendungen in der Psychologie

News

An der Hochschule Fresenius in Berlin lernten Studierende der Psychologie (B.Sc.) im Rahmen eines virtuellen Gastvortrags das Onlineprogramm Selfapy kennen und diskutierten über die Vor- und Nachteile digitaler Anwendungen in der Prävention und Therapie.

Wenige Kassenplätze für viele Menschen – dies ist schon seit Jahren ein Problem der klinischen Psychologie und Psychotherapie. Wie kann man ihm mit digitalen Anwendungen begegnen? Welche Möglichkeiten bieten diese? Und wo liegen die Grenzen in der Prävention und Therapie? Darüber sprachen nun Studierende der Psychologie (B.Sc.) an der Hochschule Fresenius in Berlin bei einem Gastvortrag.

Die Studierenden erhielten zahlreiche Informationen über das Onlineprogramm Selfapy, das ein Selbsthilfeprogramm, ein therapiegestütztes Selbsthilfeprogramm und eine internetbasierte Sprachtherapie umfasst. Während die ersten beiden Programme tendenziell der Prävention dienen, stellt das dritte eine Therapie dar. Dabei besteht bei allen Programmen ein unterschiedlich enger Kontakt zu einem Therapeuten – das intensivste bietet zwanzig bis vierzig Minuten therapeutisches Feedback.

Im Anschluss an den Vortrag diskutierten die Studierenden die Vor- und Nachteile der Onlinetherapie und nannten zahlreiche interessante Punkte: Zum einen, so der Schluss der Studierenden, ist ein Onlineangebot für Fälle von schweren psychischen Erkrankungen nicht ausreichend, zum anderen bietet es aber zum Beispiel Menschen mit sozialen Phobien, für die es eine Herausforderung ist, aus dem Haus zu gehen, eine gute Hilfe. Auf diese Weise gewannen die Studierenden eine differenziertere Sichtweise auf digitale Therapieformen.

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