05.12.2019

Fair Fashion Guide soll nachhaltiges Schenken einfacher machen

News

Die Weihnachtszeit beginnt für viele Amerikaner nach Thanksgiving, einer Art Erntedankfest. Das Ende von Thanksgiving läutet aber nicht nur die festliche Zeit ein, sondern auch den „Black Friday“ und „Cyber Monday“. Mittlerweile hat sich der Einkaufstrend auch in Deutschland durchgesetzt, und Läden locken mit Rabatten, Deals und anderen konsumfördernden Maßnahmen: „70 Prozent auf alle Jeans“, „Kauf drei Oberteile, zahle nur zwei“ und weitere Angebote verführen potenzielle Kunden zum Kauf. Aber nicht nur deshalb zählen die Wintermonate zur umsatzstärksten Zeit im Mode-Einzelhandel. Weihnachtsgeschenke sind ein weiterer Grund.

Was das exzessive Konsumverhalten für die Umwelt und die Mitarbeiter in den Produktionsländern tut, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Dennoch dominieren Fast Fashion Läden die Einkaufsstraßen. Geschäfte, die nachhaltige Mode produzieren, sind zum einen weniger bekannt, und haben zum anderen den Ruf von langweiliger Öko-Ästhetik. Diesen Problemen möchte der Fair-Fashion-Guide Buy Good Stuff nun schon seit knapp fünf Jahren entgegenwirken. Begonnen hat das multimediale Projekt 2014 an der AMD Akademie Mode & Design, dem Fachbereich Design der Hochschule Fresenius, in Düsseldorf, die den ersten Guide konzipiert haben. Gemeinsam mit FEMNET e.V. entwickelten die Studierenden einen solchen Shoppinghelfer dann auch für Kölns Einkaufsmeilen. Das Ziel war es, lokale und nachhaltige Labels auf unterschiedliche Art vorzustellen, und mit ihnen zu zeigen, dass grüne Mode genauso hip sein kann, wie das Pendant von der High Street.

Faire Mode ist mehr als grüner Öko-Look

Das Magazin, das es als Print- und Onlineversion gibt, war so erfolgreich, dass für das benachbarte Ruhrgebiet ein weiterer Guide entwickelt wurde. Die Fragen, die man sich auch hier stellte, reichen von „In welchen Revierstädten gibt es Concept Stores?“ über „Welchen Siegeln kann man trauen?“ bis hin zu „Wie hält es die Luxusindustrie mit Nachhaltigkeit?“ Im Juni 2019 wurde Buy Good Stuff für das Ruhrgebiet präsentiert, und wenig später bekam auch Berlin und der Süden Deutschlands einen Guide. An der AMD München entwickelte das 4. Semester des Ausbildungsgangs Modejournalismus/Medienkommunikation das neue Buy Good Stuff für die bayerische Landeshauptstadt. Das Magazin ist wieder gespickt mit verschiedensten Beiträgen: beispielsweise einer Modestrecke über die Definition neuer Männlichkeit oder einem mutigen Selbstversuch einer Studierenden, die ihr Praktikum in einer Textilfabrik in Vietnam absolvierte. Natürlich gibt es auch wieder Porträts diverser nachhaltiger und ethischer Stores in München, in denen sich sicher das ein oder andere Weihnachtsgeschenk finden lässt.

Mittlerweile machen die Guides das nachhaltige Shoppen in Düsseldorf, Köln, Bonn, Berlin und München einfacher.

Zurück zum Seitenanfang