13.01.2021

Exkursion zum Großprojekt FÜRST

Beitrag der Redaktion

Im Rahmen der Veranstaltung „Immobilienwirtschaft im Lebenszyklus“ haben Studierende des ersten Semestern der Immobilienwirtschaft (B.A.) am Standort Berlin gemeinsam mit ihrem Dekan Dr. Bernd Hoepfner eine Exkursion zum Großprojekt FÜRST in Berlin am Ku´damm unternommen.

Ausschachtungen im vollen Gange

In der Vorlesung zuvor stand die Einführung in Gründung sowie Fundamenttypen von Bauwerken im Vordergrund. Besonders Pfahlgründungen wurden intensiv dargestellt und in Beispielen erläutert. Da bei dem Großprojekt FÜRST die Ausschachtungen gerade im vollen Gange sind, erschien eine Exkursion zu der Baugrube genau passend.

Herr Steppe, Mitarbeiter des Projektentwicklers CELLS empfing die Studierenden sowie ihren Dekan und führte in die Baufelder Nord und Süd. Dort stand im Vordergrund das Problem „Auftrieb aufgrund der Bodenbeschaffenheit“ und dessen mögliche technische Lösungen. Das Baufeld Süd wurde mit zwei Untergeschossen errichtet. Dabei liegt die Sohle des 2.UG auf etwa acht Metern. Aufgrund baulogistischer Hintergründe wurde der Rohbau mit Decke über dem 1.UG unterbrochen. Da das Gebäude erst mit Deck über 1.OG auftriebssicher ist und die Grundwasserhaltung abgeschaltet werden sollte, wurde mit Hilfe von Ballastsäcken eine Auflast von 3.000 Tonnen eingebracht.

40 Centimeter dicke Stahltüren und alte Tragebahren

Weiterhin konnten die Exkursionsteilnehmer und Teilnehmerinnen den Atombunker besichtigen, der sich im Untergeschoss befindet. 40 Centimeter dicke Stahltüren und alte Tragebahren zeugen von den Themen, die in den 70er Jahren vorherrschend waren. Der Bunker bot damals Platz für bis zu 3.600 Personen und hatte Vorrat für bis zu 14 Tage.

Neue Eindrücke zu Bauwerksgründungen

Die Studierenden haben viele neue Eindrücke zu Bauwerksgründungen erfahren. Natürlich ist so ein Großprojekt mit mehr als 95.000 Quadratmetern Nutzfläche nicht der Normalfall in der Projektentwicklung. Dennoch wurde die Erkenntnis gewonnen, dass die Gründung von Bauwerken durchaus ein komplexes Thema sein kann – vor allem in Berlin, wo die Voraussetzungen durch die Bodenschichten besonders kompliziert sind. „Die Hauptstadt“, so erklärte Dr. Bernd Hoepfner, „wurde nämlich auf Wasser gebaut, das Grundwasser steht sehr hoch in der Stadt. Damit sind die Auftriebe durch Wasser ein großes Problem bei den Projektentwicklungen.“

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