17.12.2019

Einblicke in die Praxis der Sozialen Arbeit

Beitrag der Redaktion

Vorlesungsbesuche in Heidelberg im Rahmen des Moduls „Geschichte, Theorien und Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit“.

Zwei Berufsfelder der Sozialen Arbeit konnten Studierende der Hochschule Fresenius Heidelberg Anfang Dezember im direkten Austausch mit Berufspraktikern kennenlernen. Um Beratung für Menschen in der Prostitution drehte sich alles beim Besuch von Mirjam Kern. Die Sozialarbeiterin stellte das Projekt „Anna“ des Diakonischen Werkes Heidelberg vor, das im Juli 2018 ins Leben gerufen wurde und von ihr geleitet wird.

Aktuell richtet sich das Beratungsangebot hauptsächlich an junge Frauen aus Osteuropa, über deren biographischen Hintergründe, Motive sich zu prostituieren und Probleme Mirjam Kern berichtete. Dabei erläuterte sie auch die unterschiedlichen Tätigkeiten und das methodische Vorgehen vom Aufsuchen der Frauen über Vertrauensbildung bis hin zur Zusammenarbeit mit Ärztinnen, Krankenkassen oder Ämtern und vermittelte sehr realitätsnah, welcher persönlichen und fachlichen Kompetenzen es bedarf, um eine solche Beratungsstelle aufzubauen und erfolgreich zu betreiben.

Die Berufshilfe und damit das zweitgrößte Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit war das Thema beim Vorlesungsbesuch von Christian Dittler. Er ist als Regionalleiter bei der BBQ Bildung und Berufliche Qualifizierung gGmbH tätig, einem gemeinnützigen Bildungsträger im Südwesten Deutschlands. Im Mittelpunkt seines Berichts stand die Jugendberufshilfe mit ihren Adressaten und Angeboten von der Berufsorientierung bis zur gezielten Berufsvorbereitung.

Beide Referenten vermittelten den Studierenden nicht nur einen lebhaften Einblick in den Arbeitsalltag ihres Tätigkeitsfeldes, sondern wiesen auch auf die Möglichkeit hin, das Praxissemester in ihren Einrichtungen zu absolvieren. Prof. Dr. Michael Matzner, Leiter des Studiengangs Soziale Arbeit (B.A.), freute sich über den regen Austausch zwischen seinen Gästen und Studierenden.

Christian Dittler berichtet aus der Berufshilfe
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