„Diese Megatrends haben Auswirkungen auf uns alle“

Während eines Gastvortrags von Prof. Dr. Alexander von Erdély, CEO des Immobiliendienstleisters CBRE Deutschland, erhielten Studierende gemeinsam mit dem Studiendekan für Immobilienwirtschaft (B.A.), Prof. Dr. Klaus Rösgen, interessante Einblicke in Megatrends und deren Auswirkungen auf die Immobilienbranche.

Der Gastvortrag fand am 04.04.2019 am Kölner Campus der Hochschule Fresenius statt. Zu Gast im Seminar war auch Markus van Rickelen, Director Advisory & Transaction Service bei CBRE Deutschland.

Zu den Megatrends, die laut Alexander von Erdély nicht nur CBRE als Immobiliendienstleister, sondern jeden von uns vor Herausforderungen stellen, gehören unter anderem: Der demographische Wandel, ein steigendes Gesundheitsbewusstsein, die Globalisierung, die Digitalisierung und Wissenskultur sowie das Thema New Work und die Urbanisierung. Alle Trends haben Auswirkungen auf den Flächenbedarf sowie die Flächenqualität in den verschiedenen Sektoren. So fordere beispielsweise der demographische Wandel eine Umstrukturierung im Segment Wohnen, da nur ca. zwei Prozent des Wohnbestandes in Deutschland altersgerecht seien. Besonders interessant ist beispielsweise auch der Aspekt der Wissenskultur: Die Zahl der Hochschulabsolventen werde in wenigen Jahren von 1,9 auf 2,7 Millionen steigen, so Alexander von Erdély. Dies führt für die Immobilienbranche nicht nur zu einem höheren Bedarf an Wohnfläche in Städten, sondern auch der Veränderungsdruck durch die Studierenden als Nutzergruppe auf die bestehenden Flächen wird größer.

Für Büroimmobilien erwartet CBRE einerseits, dass durch Flexible Office bzw. Desksharing weniger Arbeitsplätze benötigt werden. Andererseits werden jedoch die Büroflächen nicht zwangsläufig geringer, da die Räume meist großzügiger gestaltet sind und zusätzliche Kommunikationsflächen benötigt werden. Speziell in Ballungsräumen kommt noch hinzu, dass aufgrund der Urbanisierungstendenz ein Anstieg der Büroflächennachfrage erwartet wird.

Markus van Rickelen, Prof. Dr. Alexander von Erdély, Prof. Dr. Klaus Rösgen (v.l.n.r.)

In der anschließenden Gesprächsrunde interessierten sich die Studierenden vor allem für die Vermittlung von Finanzierungen und wie der Experte Alexander von Erdély die staatlichen Interventionen im Wohnungsmarkt sehe. Spannend war auch die Diskussion, ob es durch die steigenden Miet- und Kaufpreise zu einem Rückgang der Wohnungsnot in A-Städten kommen werde, da die Bevölkerung aufgrund der Preissteigerungen verstärkt in Randgebiete abwandern könnte. Diese Entwicklung sieht Alexander von Erdély eher nicht, da viele Faktoren eher für ein weiteres Wachstum in den Städten und Ballungsräumen sprächen.

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