20.05.2019

Berufsbild Spielerberater

News

Studierende erhalten Einblicke in den Arbeitsalltag eines Spielerberaters in der Fußballbranche.

Am 15. Mai ergab sich für Studierende des Studiengangs Sportmanagement (M.A.) in München die einzigartige Gelegenheit, das Berufsbild eines Spielerberaters kennenzulernen. Devin Özek, Spielerberater bei Stars & Friends, berichtete an der Hochschule Fresenius aus der Praxis seines Arbeitsalltages. Der Berater selbst war zunächst bei Simon Rolfes, einem ehemaligen Spieler bei Bayer Leverkusen 04, angestellt, danach wechselte er zur Agentur Stars & Friends. Dort arbeitet er derzeit als Regionalleiter Süd sowie Scout im Jugend & Profibereich.

Herr Özek stellte anschaulich die vielseitigen Aufgaben eines Spielerberaters vor. Neben der tatsächlichen Beratung von Fußballern im Bereich Marketing oder Social Media, ist im Profibereich manchmal auch Unterstützung bei der Wohnungssuche oder Versicherungsangelegenheiten gefragt. Auch die Verhandlung mit Werbepartnern oder Vereinen sowie die Erstellung eines Karriereplans gehören zu den Tätigkeiten eines Beraters. Bei jungen Talenten sollte man außerdem Zeit in die Begleitung der sportlichen und persönlichen Entwicklung der Spieler investieren. Des Weiteren sind Spielerberater auch bei der Akquise von neuen Fußballern aktiv, die zumeist bereits im U15-Bereich beginnt. Besonders beim Scouting sei Fußballwissen von Vorteil, da dieses positionsspezifisch durchgeführt wird und daher die Anforderungen an Spieler in bestimmten Positionen beachtet werden müssen, so Özek. Zusätzlich ist die Betreuung von Spielerwechseln, auch in Zusammenarbeit mit internationalen Agenturen, Teil des Berufs.

Die Fußballbranche ist sehr schnelllebig, daher, so der Experte, sei es notwendig, stets präsent, erreichbar und up-to-date zu sein. Informationen, beispielsweise welcher Verein neue Spieler sucht oder wo ein Trainerwechsel stattfindet, seien das A und O, um schnell und erfolgreich agieren zu können. Zwar könne man sich die Arbeitszeit selbst einteilen, jedoch sei aufgrund von Terminen, Fußballspielen und besonders während der Transfer-Phasen in der Sommerpause eine Sieben-Tage-Woche keine Seltenheit in der Branche. Während der Markt für Spielerberater im Männerfußball bereits stark gesättigt sei, erklärte Herr Özek, dass es im Frauenfußball noch ein hohes Karrierepotenzial gebe, da Spielerberaterinnen derzeit noch eine Marktlücke darstellen.

Dank der interessanten und ehrlichen Berichte des Experten, erhielten die Studierenden einen spannenden Einblick in den Beruf des Spielerberaters und Antworten auf ihre zahlreichen Fragen zum Arbeitsalltag in der Branche.

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