Hochschule Fresenius
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Unverpackt einkaufen

16.05.2018

Standort Hamburgallgemeine News

Hamburg. Studierende des Studiengangs Logistik & Handel (B.A.), Schwerpunkt Internationales Handelsmanagement, erfuhren bei Stückgut mehr über den Einkauf ohne Verpackungen.

Verpackungen gehören zum täglichen Leben und haben natürlich oft nützliche und notwendige Funktionen. Im Jahr 2014 fielen laut Bundesumweltamt in Deutschland jedoch 2,9 Millionen Tonnen Verpackungsmüll aus Kunststoffen an – also rund 35 Kilogramm pro Kopf. Wie können Konsumenten diesen Verpackungsmüll vermeiden, wenn immer mehr Frischware wie Wurst, Käse, Fleisch, Obst und Gemüse industriell vorverpackt verkauft wird?

Hier setzt das Hamburger Geschäft Stückgut an, das Studierende des Studiengangs Logistik & Handel (B.A) im Rahmen des Moduls Nachhaltiges Handelsmarketing besuchten. Bei Stückgut landen nur Waren ohne Einwegverpackungen im Einkaufskorb. Insa Dehne, eine der Stückgut-Gründerinnen, die auch operativ im Unternehmen tätig ist, ließ die Studierenden der Hochschule Fresenius hinter die Kulissen schauen und teilte ihre Erfahrungen zu Gründung, Lieferantenauswahl, Sortimentspolitik, In-Store-Design und vielem mehr.

Nur wenige Lieferanten bieten unverpackte Waren an

So sei die Lieferantenauswahl oft nicht leicht, da nur wenige unverpackte Ware anböten. Darüber hinaus achte das Stückgut-Team darauf, möglichst auf regionale Angebote zurückzugreifen und dass bei Produktion und Lieferung ein hoher sozialer und ökologischer Standard eingehalten werde. Dabei ergreift Stückgut die Initiative auch selbst: So entwirft das Team neue Mehrwegverpackungen für den Weg vom Großhändler zum Geschäft.

Eine Herausforderung bei der Warenpräsentation: Weil auf die Verpackung verzichtet werde, trete die Herstellermarke und damit das Markenerlebnis teilweise in den Hintergrund. Behälter und Vorrichtungen zu finden, die eine Selbstbedienung für die Ware ohne Verpackung ermöglichen, sei zudem nicht immer einfach.

Diskussion zu Verpackungsmüll anstoßen

Hinter Stückgut stehen neben Dehne zwei weitere Gründerinnen und ein Gründer, die einen Laden ganz ohne Verpackungen eröffnen wollten. Stückgut verkauft nicht nur unverpackte Ware, sondern will auch einen Ort für Diskussion und Austausch rund um Verpackungen schaffen – mit Erfolg. Im April eröffnete Stückgut ein zweites Ladengeschäft im Hamburg.