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Greencamp 2018 mit neuem Konzept

07.06.2018

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Wiesbaden. Zwei Studentinnen der Hochschule Fresenius verraten, was Besucher bei der diesjährigen Veranstaltung zum Thema Nachhaltigkeit erwartet.

Viktoria Schreiber und Nadine Altheide absolvieren den Masterstudiengang Sustainable Marketing & Leadership an der Hochschule Fresenius. Für das diesjährige Greencamp am 14. Juni haben die beiden ein ganz neues Konzept erstellt. Was genau die Besucher beim Greencamp in Wiesbaden erwartet, welche Ziele sie mit ihren Ideen erreichen wollen und was das Thema Nachhaltigkeit für sie bedeutet, haben uns die Studentinnen im Interview erzählt.

 

Während des Greencamps werden vier Projekte vorgestellt, die von Studierendenden des Masterstudiengangs Sustainable Marketing & Leadership erarbeitet wurden. Worum geht es bei den verschiedenen Projekten?

Viktoria Schreiber: Eines der Projekte stellt das Unternehmen ‚Fairbag: Handmade in Germany mit Herz und Handicap‘ vor. Die Firma beschäftigt Menschen, die aufgrund psychischer oder physischer Einschränkungen oder anderer Hindernisse, wie einem fehlenden Schulabschluss, Schwierigkeiten auf dem normalen Arbeitsmarkt haben.
Unsere Kommilitonen haben ein Finanzierungsprojekt konzipiert, mit dem das Unternehmen seine persönliche Marketingstrategie mittels Crowdfunding realisieren kann.
Ein weiteres Projekt läuft unter dem Titel  ‚Wertschöpfung + Wertschätzung = MehrWert‘. Es  soll Unternehmen dabei unterstützen, anhand eines speziellen Programms ein individuelles Wertesystem zu etablieren und umzusetzen.

Nadine Altheide: Bei ‚Zukunft, fertig, los! Globale Ziele früh lernen‘ geht es darum, die 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen im Bereich der Bildung zu etablieren und zu verankern. Dazu haben unsere Kommilitonen eine Aktionsbox entwickelt, mit der Kindern im Kita- und Kindergartenalter anhand von 17 Aktionen die Nachhaltigkeitsziele vermittelt werden sollen.
Die Aktion ‚Grünes Küken – heute machen, morgen lachen‘  hat einen ähnlichen Schwerpunkt. Mithilfe des Kita-Programms sollen Kinder spielerisch mit zukunftsrelevanten Themen zu Umwelt und Nachhaltigkeit in Berührung gebracht werden. Dieses Projekt wird aktuell schon an Kitas umgesetzt. Entwickelt wurde es von unserem Studiendekan, Prof. Dennis Lotter, gemeinsam mit Studierenden.

 

Sie beide haben das diesjährige Konzept für das Greencamp erarbeitet. Wie genau sind Sie an das Thema rangegangen? Und waren Sie auch an der direkten Umsetzung des Konzepts beteiligt?

Nadine Altheide: Viktoria und ich haben zunächst überlegt, was eine Veranstaltung wie das Greencamp bieten sollte, um es für uns und damit für andere Studierende sowie weitere Stakeholder interessant zu machen.  Wir fanden es dabei am ansprechendsten, nicht nur Vorträge anzubieten, sondern auch einen Einblick in die Praxis – also zu zeigen, wie wir uns als Hochschule mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen und wie viele unterschiedliche Bereiche, wenn nicht sogar alle Bereiche des Lebens, es betrifft.

Viktoria Schreiber: Die Erstellung des Konzepts war für uns eine Prüfungsleistung im Fach Wirtschaftsethik bei Frau Trischler. Wir hatten sehr viele Ideen, die zum Teil gar nicht so umgesetzt werden konnten, aber als Vorschläge für die nächsten Jahre weiter bestehen. Während unserer Projektzeit haben  wir angefangen, das Greencamp mit umzusetzen und mit Frau Trischler zusammen die Location fix zu machen. Im Anschluss an unser Projekt lag die Umsetzung mehr bei Frau Trischler, unserem Studiendekan Herrn Professor Lotter und dem restlichen Umsetzungsteam, da uns einfach die Zeit fehlte und die Semesterferien dazwischen lagen.

 

Wofür ist eine Veranstaltung wie das Greencamp Ihrer Meinung nach sinnvoll? Erhoffen Sie sich durch das Event auch Veränderungen in der Wirtschaft oder der Gesellschaft?

Viktoria Schreiber: Es ist das erste Mal, dass das Greencamp in Wiesbaden stattfindet. Da Wiesbaden als neuer Standort der Hochschule Fresenius dieses Jahr eröffnet wird, ist es für uns als Hochschule und als Studierende schon einmal eine erste Chance, uns der Stadt und den dortigen Unternehmen zu präsentieren.
Dabei verfolgen wir das Ziel, Unternehmen ihre Führungskräfte von morgen vorzustellen. In unserem Studiengang ist Nachhaltigkeit ein sehr zentrales Thema, weswegen wir unsere Projekte auch gerne der Öffentlichkeit präsentieren wollen. So können wir zeigen, was wir schon gemacht und erreicht haben und somit das Thema Nachhaltigkeit nochmal in den Fokus rücken und zum Nachdenken anregen.

Nadine Altheide: Ich denke, dass Veranstaltungen wie das Greencamp sinnvoll sind, weil sie das Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Gesellschaft wecken und den Teilnehmern Anregungen geben, wie sie z.B. ihren Alltag “grüner” gestalten können. In diesem Sinne erhoffe ich mir vom Greencamp einen regen Austausch mit anderen Teilnehmern, der auch mir neue Sichtweisen eröffnet und den ein oder anderen zum Handeln anregt.

 

Möchten Sie die Erkenntnisse, die Sie durch die Vorbereitung des Greencamp oder durch Ihr Studium gewonnen haben, auch später einmal in Ihrem Job umsetzen?

Viktoria Schreiber: Ja, auf jeden Fall. Unser Studiengang ist eine einzigartige Kombination aus Nachhaltigkeit, Marketing und Leadership. Nachhaltigkeit wird uns immer begleiten und auch Unternehmen rücken die Nachhaltigkeit immer weiter in den Fokus. Ich würde gerne in einem Unternehmen arbeiten, das fortschrittlich auf diesem Gebiet agiert und sich an neuen, modernen Strukturen orientiert. 

Nadine Altheide: Ich würde mir wünschen, dass ich ein Unternehmen finde, das im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz mehr tut, als vom Gesetzgeber verlangt wird. Anderenfalls gibt es immer noch die Möglichkeit, dass man als Arbeitnehmer die Initiative ergreift und Neues im Unternehmen anstößt. Allgemein sehe ich aber auch heute schon sehr positive Entwicklungen.

 

Das Greencamp findet am 14. Juni in Wiesbaden statt. Die Veranstaltung steht allen interessierten Besuchern offen. Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung finden Sie hier. (jr)