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News und Presse der Hochschule Fresenius

Employer Branding in Zeiten digitaler Netzwerke

05.01.2018

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München. Guido Kiesel, Relationship Manager bei LinkedIn, sprach bei seinem Gastvortrag mit Studierenden über die Entwicklungen und unterschiedlichen Strategien des Berufsnetzwerks in Form von Social Recruiting und Active Sourcing.

Die Herausforderung bestehe darin, Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammenzubringen, deren Qualifikationen und Anforderungen zusammenpassen, so Kiesel. Soziale Netzwerke wie LinkedIn oder Xing, die speziell auf den beruflichen Bereich zugeschnitten seien, könnten genau diese Aufgabe erfüllen und erfreuten sich größter Beliebtheit bei Arbeitnehmern. LinkedIn ist beispielsweise mit 500 Millionen Mitgliedern weltweit das größte professionelle Netzwerk und bietet eine große Plattform, auf der sich Arbeitgeber qualifizierten Arbeitnehmern vorstellen können. Etwa zehn Millionen User kommen aus dem deutschsprachigen Raum.

Bei den Nutzern der Plattform unterscheidet Kiesel zwischen aktiven und passiven Suchern, also jenen, die gezielt nach einem neuen Job suchen und solchen, die aus anderen beruflichen Gründen angemeldet sind. Darüber hinaus gebe es sogenannte „Tip toer“. Diese Mitglieder seien zwar grundlegend daran interessiert, ihre Arbeitsstelle zu wechseln, zum endgültigen Wechsel fehle aber noch der letzte Schritt. 44 Prozent der Mitglieder würden zudem nicht akut nach einer Stelle suchen, seien aber auf lange Sicht offen für einen neuen Arbeitgeber. Das böte eine Chance für Unternehmen, das Interesse von neuen potenziellen Mitarbeitern zu gewinnen.

Außerdem erläuterte Kiesel den Studierenden in seinem Vortrag die sogenannte „Candidate Journey“. Darunter wird die Entwicklung des Users vom Interessenten an einer Arbeitsstelle hin zu einem Beschäftigten verstanden, die durch das Jobnetzwerk begleitet wurde. Eine solche Reise könne damit beginnen, dass Mitglieder über Werbung und gesponserte Inhalte angesprochen würden oder aber durch Bewertungen von anderen Usern, die in enger Verbindung zum Arbeitgeber stehen, auf das Unternehmen aufmerksam gemacht würden. Durch solche Querverweise gelangten Unternehmen ins Bewusstsein von Kandidaten.

Auf der anderen Seite erführen auch die Recruiter der Unternehmen, dass ihre Stellenangebote angefragt würden und könnten potentielle Kandidaten gezielt ansprechen. So könne das Interesse in den Berufsnetzwerken auf das eigene Unternehmen gelenkt werden.

Herr Kiesel bot den Studierenden in seinem Gastvortrag spannende Einblicke in die verschiedenen Möglichkeiten des digitalen Matchings zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern und die Strukturen des Marktführers LinkedIn als Präsentationsplattform für Unternehmen. (jn)