Hochschule Fresenius
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Abschlussübung zum Modul Notfallmedizin

23.02.2018

Fachbereich Gesundheit & SozialesStandort IdsteinStartseiteallgemeine News

Idstein. Studierende des Studiengangs Osteopathie (B.Sc.) zeigten in realistischer Einsatzlage ihr Können. 

Ein Auto liegt umgestürzt auf dem Dach, ein weiteres brennt aus – immer wieder zerreißt der Klang von Explosionen die kalte Luft. Zahlreiche Verletzte laufen über das Gelände, eine Person wird vermisst.

Was sich am vergangenen Samstag in Idstein abspielte war glücklicherweise keine echte Notfallsituation, kam einer solchen dank der Mithilfe der örtlichen Rettungskräfte, des Einsatzes von Pyrotechnik und professionell geschminkten Notfalldarstellern jedoch sehr nahe.
Und das war durchaus beabsichtigt, denn die Bachelorstudierenden der Osteopathie (B.Sc.) sollten ihre Abschlussprüfung zum Sanitäter in einer möglichst realistischen Einsatzsituation ablegen.

Den Studierenden und den Zuschauern, die in einem abgesicherten Bereich der Übung beiwohnen konnten, wurden durch die Nachstellung des Unfallszenarios nicht nur die Aufgabenfelder der Einsatzkräfte näher gebracht. Stattdessen wurde auch deutlich, unter welcher psychischen und physischen Belastung die Einsatzkräfte häufig ihre Arbeit verrichten müssen: Sei es angesichts schwerer Verletzungen, gefährlicher Einsatzlagen wie im Fall von Feuer und Explosionsgefahr oder vermisster Personen.

Teamwork ist von zentraler Bedeutung

Um in einer solchen Situation effektiv handeln zu können ist es umso wichtiger, dass die verschiedenen Einheiten von der Feuerwehr über den Rettungsdienst bis hin zur Notfallseelsorge Hand in Hand zusammenarbeiten, um die Betroffenen möglichst schnell und umfassend zu versorgen. 

Dabei mussten auch unsere Studierenden in der Behandlung der „verletzten“ Notfalldarsteller zeigen, was sie in den vergangenen 90 Unterrichtsstunden im Rahmen des Moduls Notfallmedizin gelernt hatten. Von der Höhenrettung bis zur Arbeit in unwegsamen Gelände oder dem Umgang mit Schaulustigen wurde dabei mit den Studierenden eine Vielzahl von Einsatzsituationen durchgespielt.

Doch nicht nur das rein technische Vorgehen sollte durch die Übung geschult werden: „Für mich es von zentraler Bedeutung, mit einem Szenario wie dem heutigen zwischen den verschiedenen Einsatzkräften Brücken zu schlagen und durch die Darstellung ihrer Arbeit auch für das Ehrenamt zu werben“, so Philipp Merkt, Leiter der Fachgruppe für Notfallmedizin. „Unsere heutige Gesellschaft ist häufig durch Egoismus geprägt. Ich möchte meinen Studierenden deshalb nicht nur Fachwissen, sondern auch ein Bewusstsein für Handlungsfähigkeit und Teamgeist mitgeben.“

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Übung wurde allen Studierenden das Zertifikat „Sanitäter -  Advanced Life Support – Basic (ALS-B)“ verliehen. (jr)