P-THREE (Removal of Persistent Polar Pollutants Through Improved Treatment of Wastewater Effluents)

Das EU-Projekt untersuchte die Möglichkeit der Wiederverwendung von Wasser zur Trinkwasseraufbereitung. Grundvoraussetzung eines Re-Use ist das Oberflächenwasser vor persistenten Komponenten zu schützen, die durch alle Barrieren der Trinkwasseraufbereitung gelangen. Neben gelösten Salzen sind dabei Bestandteile polarer organischer Abwässer von größter Bedeutung, da diese Gruppe der Schadstoffe die Eigenschaft besitzt natürliche wie auch künstliche Filtrationsschritte zu passieren. Auch sind viele dieser polaren Substanzen resistent gegenüber Abbau oder bilden stabile Metabolite. Daher sind sie in Grund- und Trinkwasser nachweisbar.

Die Entfernung der Polar Persistent Pollutents (PPP = P³) aus dem Rohwasser zwingt viele Wasserwerke in Europa dazu, mehrstufige Verfahren der Trinkwasseraufbereitung zu etablieren. Aber selbst mit den besten Aufbereitungstechniken ist immer wieder ein Vorkommen dieser Substanzen im Trinkwasser möglich. In einer ersten Projektphase wurden analytische Methoden erarbeitet und ein Monitoring in verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt. In einer zweiten Phase wurden die Einsatzmöglichkeiten der Membranbioreaktortechnologie als auch die der weitergehende Oxidation untersucht, um P³ schon von der Quelle, also aus dem Abwasser zu entfernen. Schließlich wurden Bioabbauschritte modelliert, um Empfehlungen aussprechen zu können. Die Koordination dieses Projektes mit 9 Partnern lag bei Prof. Dr. Knepper, welches am 31. Dezember 2005 abgeschlossen wurde.

Näheres zum Projekt erfahren Sie unter http://pthree.hs-fresenius.de