Forschungsschwerpunkte im Fachbereich Wirtschaft & Medien

Nachhaltige Beschäftigungs- und Qualifizierungskonzepte in Unternehmen

  • Beteiligte Forscher: Prof. Dr. Ralf Neuhaus, Timo Marks, M.A., Carina Schneppenheim, B.A.
  • Partnerorganisationen: ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (Düsseldorf), Nordmetall, Bildungswerk der Wirtschaft gGmbH (Nordmetall), Nordostchemie e. V., Bildungswerk Nordostchemie e. V., Arbeitgeberverband Südwestmetall, Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e. V., Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft e. V. (BiWe)

In dem vom Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützten Projekt „g.o.a.l. – Gesunde Organisation. Strategien zur Förderung der Leistungsfähigkeit von Beschäftigten“ ging es darum, stufenweise benötigtes Fach- und Methodenwissen für die Einführung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) an fünf ausgewählte Partnerunternehmen zu vermitteln. Gleichzeitig wurde ein Managementinstrument zur Steuerung und Evaluierung der BGM-Performance etabliert. Im Ergebnis zeigten sich eine deutliche Verbesserung der BGM-Performance und außerdem die Etablierung von Mechanismen, die charakteristisch für lernende Organisationen sind. Die im Rahmen des Projekts gewonnenen Erkenntnisse werden anderen Unternehmen der Chemie-, Metall- und Elektroindustrie über Transferaktivitäten und Veröffentlichungen zugänglich gemacht. Im ebenfalls vom ESF geförderten Projekt „BeQ“ stand ebenfalls die Befähigung von Unternehmen zur eigenständigen nachhaltigen Qualifizierung im Mittelpunkt. Mit einem dreistufigen System wurde in vier ausgewählten Partnerunternehmen das notwendige Fach- und Methodenwissen für eine erfolgreiche Einführung von schlanken Produktionssystemen vermittelt. Im Rahmen des Projekts konnte eine Reihe von Erfolgsfaktoren identifiziert werden, so zum Beispiel die Notwendigkeit einer Sensibilisierung der Beteiligten und die Berücksichtigung der spezifischen Rahmenbedingungen. Auch hier werden die gewonnenen Erkenntnisse anderen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie zugänglich gemacht und für einen Transfer aufbereitet.

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Neue Konzepte zur intelligenten Nutzung von Energie

Neue Konzepte zur intelligenten Nutzung von Energie - Hochschule Fresenius
  • Beteiligte Forscher: Prof. Dr. Jens Strüker, Prof. Dr. Andreas Homburg, Prof. Dr. Dennis Lotter, Stefan Reichert, Andreas Stolberg
  • Partnerorganisationen: Sensing & Control (Barcelona), Fraunhofer-Institut für solare Energiesysteme ISE (Freiburg), Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, AGT International (Steinhausen, Schweiz), co2online gGmbH (Berlin), Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), diverse Umweltschutzverbände, BAVC, IG Bergbau, Chemie, Energie

Zwecks Entwicklung neuer Konzepte der intelligenten Energienutzung beschäftigen sich verschiedene Teilprojekte mit der Nachfragesteuerung, und hier insbesondere mit der Frage, wie Energie effizienter genutzt und eingespart werden kann. Hierzu hat Professor Dr. Jens Strüker im Rahmen eines Teilprojekts den Markt in Hinsicht auf den Bedarf an Echtzeitinformation in intelligenten Stromnetzen analysiert. Vor dem Hintergrund spezifischer Merkmale der Teilmärkte in den USA, Deutschland und Großbritannien konnte er den wirtschaftlichen Nutzen von Echtzeit-Energiedaten für diverse Anwendungen (Netzbereich, Heimautomatisierung und Energiehandel) aufzeigen. Professor Dr. Andreas Homburg und Andreas Stolberg beschäftigen sich im Fachbereich mit der Entwicklung und Evaluierung verschiedener Interventionsmaßnahmen, mit denen junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 29 Jahren zum effizienten und sparsamen Umgang mit Energie ermutigt werden können. Erste Ergebnisse ihres Projekts zeigen, dass junge Erwachsene ihr Heiz- und Stromverbrauchsverhalten deutlich anpassen, wenn ihnen Verbrauchsdaten häufiger übermittelt und ihnen zeitabhängige Tarife angeboten werden. In einem weiteren Teilprojekt erarbeitet Professor Dr. Dennis Lotter Konzepte für ein partizipatives Nachhaltigkeitsmanagement in Kindergärten. Außerdem entwickelt er zusammen mit Kooperationspartnern aus der Chemiebranche Indikatoren, mit denen Fortschritte bei der sozialen Nachhaltigkeit in einer Branche konkreter belegt werden können. Schließlich untersucht Stefan Reichert im Rahmen des von der EU geförderten Projekts „iUrban“ modelltheoretisch und empirisch Lernalgorithmen für eine intelligente Steuerung der Nachfrage nach Energie in sogenannten Smart Cities.

Aktuelles Forschungsprojekt: Energieeffizienz und CO2-Einsparung an Hochschulen (ECHO)

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Umbau des Gesundheitswesens als Reaktion auf den demografischen Wandel

Umbau des Gesundheitswesens als Reaktion auf den demografischen Wandel
  • Beteiligte Forscher: Prof. Dr. Wolfgang Goetzke, Svenja Niemietz, Laura Papric, Tassilo Mesenhöller
  • Partnerorganisationen: Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW, Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW, GKV Spitzenverband, AgewiS-Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren, Fraunhofer iSST Dortmund, dip- Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V., AgewiS- Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren, Gesundheitsregion KölnBonn e.V.

Wie kann den Herausforderungen im Gesundheitswesen angesichts des demografischen Wandels bestmöglich begegnet werden? Erste Antworten auf diese Fragen geben die Ergebnisse eines bereits abgeschlossenen Teilprojekts, dass insbesondere Technikeinsatz für eine Bewältigung des Fachkräftemangels in der Betreuung älterer Menschen hilfreich sein kann. Allerdings müssen dazu Kommunikationsprobleme und Informationsdefizite überwunden werden. In einem weiteren Teilprojekt konnte gezeigt werden, dass die Entscheidung für einen Einstieg in den Altenpflegeberuf auf das Bedürfnis nach Sinnstiftung und altruistische Motive zurückgeführt werden kann. In einer vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten Studie wurden gemeinsam mit Experten Handlungsfelder erarbeitet, um im Zuge des demografischen Wandels die Lebensqualität im Alter sicherzustellen:

  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Wohnen im Alter
  • Umgang mit Demenz
  • Soziale Teilhabe
  • Altersmedizin

Das laufende Teilprojekt „DUALIS“ beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Konzepts für ein sozialtechnisches Betreuungssystem, mit dem alleinstehende und/oder an Demenz Erkrankte adäquat unterstützt werden können.

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Ursachen von psychiatrischen Krankheitsbildern, Resilienzfaktoren und Interventionen

Ursachen von psychiatrischen Krankheitsbildern, Resilienzfaktoren und Interventionen - Hochschule Fresenius
  • Beteiligte Forscher: Prof. Dr. Nina Sarubin, Prof. Dr. Sören Schmidt, Prof. Dr. Ingo Zobel, Kathrin Wendler
  • Partnerorganisationen: Lehrstuhl für psychologische Methodenlehre und Diagnostik der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der LMU München, Universitätsklinikum Regensburg, Universitätsklinikum Freiburg, Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation der Universität Bremen

Die Projekte dieser Forschungslinie widmen sich den Ursachen und der Diagnostik verschiedener psychiatrischer Krankheitsbilder sowie möglicher Resilienzfaktoren und Interventionsmaßnahmen. So konnte Professor Dr. Nina Sarubin in einer Genetikstudie feststellen, dass ein bestimmter Single-Nucleotid- Polymorphismus signifikant mit dem Auftreten von Depression assoziiert ist. Erste Ergebnisse eines Folgeprojekts zeigen, dass kein Single-Nucleotid-Polymorphismus das Auftreten von Therapie-Response signifikant vorhersagen kann. Im Zuge der Normierung der Neuropsychological Assessment Battery haben Professor Dr. Sören Schmidt und Kathrin Wendler eine Normstichprobe für Nordrhein-Westfalen entwickelt. Mithilfe eines eigens entwickelten Fragebogens zur Erfassung des Konstrukts „Resilienz“ konnte Professor Sarubin zeigen, dass die Persönlichkeitsfaktoren Neurotizismus und Extraversion beim Einfluss positiver bzw. negativer Lebensereignisse auf Resilienz eine vermittelnde Rolle einnehmen. Ein weiteres, von Professor Dr. Ingo Zobel betreutes Projekt beschäftigt sich mit der Evaluierung des Erfolgs verschiedener psychotherapeutischer Interventionen im Umgang mit chronischen Depressionen.

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Neue wirtschaftliche und gesellschaftliche Anwendungsbereiche der Digitalisierung

  • Beteiligte Forscher: Prof. Dr. Tristan Nguyen,  Prof. Chris Wickenden
  • Partnerorganisationen: UniCredit Bank AG, Maxon Computer GmbH (Friedrichsdorf), Heriot-Watt University (Edinburgh), Stadt Köln, Dombauhütte Köln, Zöller & Fröhlich

Die fortschreitende Digitalisierung bringt zahlreiche neue wirtschaftliche Anwendungsbereiche mit sich. Im Mittelpunkt der Untersuchungen dieser Forschungslinie steht die Frage nach konkreten Umsetzungen. Professor Dr. Tristan Nguyen untersucht derzeit Status quo, Relevanz, Motive und Einstellungen rund um die Digitalisierung in verschiedenen Lebensbereichen, um auf dieser Grundlage künftige Anforderungen an Banken abzuleiten und mögliche Produktinnovationen zu entwickeln. Erste Ergebnisse einer Pilotstudie deuten an, dass insbesondere die Nutzung personalisierter digitaler Kommunikationskanäle bei Finanzdienstleistungen ein interessantes Handlungsfeld darstellen könnte. Chris Wickenden hat hierzu sogenannte 3D-Business-Scapes entwickelt, mit denen Methoden oder Probleme als physisches und dreidimensionales Modell dargestellt und verschiedene wirtschaftliche Anwendungsfelder haptisch erlebbar gemacht werden können. Ein weiteres Projekt beschäftigt sich mit der Aufbereitung eines vollständigen 3-D-Modells des Kölner Doms. Hierzu wurden bereits der komplette Innenraum und die Außenfassade des Doms in zwei Scan-Phasen von jeweils einer Woche digitalisiert. Das Modell soll dem Team der Kölner Dombauhütte für zukünftige Restaurierungsarbeiten und zur Messung möglicher Bewegungen des Doms dienen.

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Materialismus, Geld und wirtschaftliches Verhalten und Wohlergehen aus mikro- und makroökonomischer Perspektive

Materialismus, Geld und wirtschaftliches Verhalten und Wohlergehen aus mikro- und makroökonomischer Perspektive - Hochschule Fresenius
  • Beteiligte Forscher: Prof. Dr. Fabian Christandl
  • Partnerorganisationen: Universität Ghent, Stanford University

Gleich mehrere Projekte des Fachbereichs gehen der Frage nach, wie sich die Konzepte „Materialismus“ und „Geld“ auf menschliches Verhalten und Wohlergehen im wirtschaftlichen Kontext auswirken. So konnte gezeigt werden, dass materialistische Konsumenten sich in ihrer Qualitätswahrnehmung sowohl vor als auch nach dem Kauf eines Produkts stark vom Preis leiten lassen, woraus sich wiederum interessante Implikationen für das Weiterbestehen materialistischen Konsumverhaltens und die Lebenszufriedenheit materialistischer Konsumenten ableiten lassen. Die ersten Ergebnisse belegen, dass das beschriebene Konsumverhalten auch durch die Aktivierung sexueller Motive induziert werden kann. Des Weiteren zeigen die Ergebnisse, dass eine Aktivierung des Konzepts „Geld“ Prozesse in Gang setzen kann, die zu einer Anhäufung von Geld führen, die über die eigentlichen Bedürfnisse hinausgeht. Dieser in der Literatur als „Overearning“ bezeichnete Effekt wiederum geht mit einer geringeren Lebenszufriedenheit einher, woraus sich spannende Implikationen für monetäre Anreizstrukturen in Unternehmen wie auch für die gesamtwirtschaftliche Wohlfahrt ableiten lassen.

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Situative und sozialpsychologische Determinanten der Arbeitsmotivation und des Arbeitsverhaltens

  • Beteiligte Forscher: Prof. Dr. Katja Mierke, Prof. Dr. Fabian Christandl, Dr. Dominic-Nicolas Gansen-Ammann

Diese Forschungslinie beschäftigt sich mit der Frage, wie sich situative und sozialpsychologische Faktoren auf die Arbeitsmotivation und das Arbeitsverhalten auswirken können, da sich daraus interessante Folgerungen für die Ausgestaltung von Arbeitsprozessen und Gruppensettings ableiten lassen. So konnte unter anderem gezeigt werden, dass das subjektive Zeitempfinden während der Bearbeitung einer Aufgabe Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit bei einer Folgeaufgabe hat. Ist die Zeit während einer Aufgabe subjektiv schnell verflogen, werden Menschen bei einer Folgeaufgabe produktiver. Des Weiteren konnte gezeigt werden, wie sich die Gewährung von Autonomie bei der Bearbeitung kognitiver Aufgaben auf die Selbstwirksamkeitserwartung, die Leistung und die Wahl nachfolgender Aufgaben auswirkt. Schließlich erforschen die beteiligten Wissenschaftler den Einfluss des Priming von Mindsets, von Achtsamkeitsmeditation und verwandter „Interventionen“ aus der positiven Psychologie auf das subjektive Erleben von Aufgaben, auf den kognitiven Verarbeitungsstil und damit einhergehend auf Kreativität und andere kognitive Leistungsmaße.

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Ansätze zur Steigerung der Effizienz und Versorgungsqualität in der Pharmakotherapie

Ansätze zur Steigerung der Effizienz und Versorgungsqualität in der Pharmakotherapie - Hochschule Fresenius
  • Beteiligte Forscher: Carolin Claus, Prof. Dr. Uwe May
  • Partnerorganisationen: Stada Arzneimittel AG (Bad Vilbel), Aliud Pharma (Laichingen), Humatrix AG (Pfungstadt), Brandenburgische BKK (Eisenhüttenstadt)

Die Forschungslinie „Pharmakoökonomie“ befasst sich mit dem Thema der Arzneimittelversorgung in Deutschland an der Schnittstelle von medizinischer Versorgungsqualität und Patientenorientierung einerseits und einem wirtschaftlichen Umgang mit den Ressourcen des Gesundheitssystems und der gesetzlichen Krankenversicherungen andererseits. Untersucht werden in diesem Rahmen unter anderem die Auswirkungen der Arzneimittelrabattverträge auf den Generikamarkt, des Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts (AMNOG) auf innovative Arzneimittel oder der anstehenden Regulierungen auf den Markt der sogenannten Biosimilars. Besondere Interessenschwerpunkte bilden daneben der Themenblock „Personalisierte Medizin“, hier insbesondere der Einsatz von DNA-Tests zur Optimierung der Wirkstoff- und Dosisfindung, und gesundheitsökonomische Aspekte im Zusammenhang mit der apothekengestützten Selbstbehandlung und mit dem OTC-Markt.

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