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Absolventenstimmen
"Die wörtliche Bedeutung des Begriffes "Ergotherapie" wurde mir während der Ausbildung immer wieder sehr deutlich. "To ergon" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Handlung, Werk".
Das entsprechende Verb ("ergazesthai") wird üblicherweise in dieser Sprache als mediale Form gebraucht, d. h. sowohl mit aktiver, als auch mit passiver Bedeutung. Die Übersetzung heißt somit: "etwas herstellen/ erschaffen" und gleichzeitig bedeutet es jedoch auch, und dies ist in meinen Augen das Entscheidende: "das hergestellte Objekt wirkt auf seinen Erschaffer". Und genau hier liegt das Besondere in der Ergotherapie, nämlich das Wissen um die Wirkung der verschiedenen Handwerkstechniken bzw. der fachspezifischen Behandlungsverfahren auf den Patienten.
Um genau diese "Wirkung" therapeutisch sinnvoll einsetzen zu können, bedarf es im Wesentlichen zweier Dinge. Zum einen dem Wissen um die medizinischen Grundlagen und Krankheitsbilder, zum anderen dem technikgerechten Einsatz der verschiedenen Medien. Um das Erste zu erlangen, muss man in der Tat "Büffeln", für das zweite bedarf es der eigenen Erfahrung. Für die Möglichkeit, beides zu erlernen ist in der Ausbildung reichlich gesorgt, und im Praktikum besteht die Option, diese Dinge in die Tat umzusetzen. Und hier haben mich die kleinen Erfolge und die Zufriedenheit mancher Patienten so einige Strapazen wieder vergessen lassen.
Wie auch immer, in einem Punkt können Sie sich jedoch ganz sicher sein, die Ergotherapie "macht etwas mit einem...", und bestimmt auch mit Ihnen."
Sibylle Bleck, 31 Jahre, Ausbildung zur Ergotherapeutin






