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12. Februar: Metallanalytik im Wein - Interessante Einblicke bei der öffentlichen Antrittsvorlesung von Professor Dr. Karl-Heinz BauerEinen weiten Bogen spannte der neu berufene Professor im Fachbereich Chemie & Biologie, Dr. Karl-Heinz Bauer, in seiner anschaulichen Antrittsvorlesung an der Hochschule Fresenius, bei der es um das Thema "Metallanalytik im Wein - Geschichtliches und Neues" ging.Im 17. und 18. Jahrhundert wurde dem Wein zur Verbesserung der Haltbarkeit oder des Geschmacks Bleizucker und Quecksilbersublimat zugesetzt, was zu gesundheitlichen Problemen bei den Konsumenten führte. Daher gab es schon damals markgräfliche Verbote, den Wein durch Zugabe von Metallen zu verfälschen. Chemiker und Apotheker befassten sich mit der Analyse unterschiedlicher Stoffe im Wein und konnten mittels verschiedener Methoden Eisen, Kupfer, Arsen, Blei und Quecksilber nachweisen. Diese Methoden wurden von Karl-Heinz Bauer anschaulich erläutert. In der Neuzeit wurde das Qualitätsgebot zur Reinheit des Weines durchgesetzt. Durch konsequenten Einsatz von Edelstahl, der bei der Verarbeitung der Trauben wenig Chrom und Nickel abgibt, und Kunststoff verminderte sich der Bleigehalt im Wein deutlich, so dass man heute von einem spurenreinen Wein sprechen kann. Mit den neuzeitlichen Methoden zur Analytik von Metallionen können darüber hinaus weitaus geringere Spuren unterschiedlicher Metalle nachgewiesen werden. Bauer erklärte die Zusammensetzung heutigen Weins sowie unterschiedliche aktuelle Analyse- und Aufschlussmethoden und veranschaulichte, welche Stoffe beispielsweise über die Umwelt in den Wein gelangen. Nach der kurzweiligen Antrittsvorlesung lud der frisch berufene Honorarprofessor seine Gäste zu einer Weinprobe ein. |
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