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40 Jahre Fachhochschule
Die Hochschule Fresenius hat gefeiert!

Hochkarätiges Symposium, rauschendes Fest und Lob aus dem Ministerium: Mehr als 500 Personen nahmen an der Hochschul-Jubiläumsfeier im Oktober 2011 teil.
Ein wunderschönes Fest, mit zahlreichen Höhepunkten und abwechslungsreichem Programm garniert, war die Hochschul-Jubiläumsfeier in Idstein am 28. und 29. Oktober.
Zu feiern gab es mehrere Anlässe: Die Akkreditierung der Hochschule Fresenius durch den Wissenschaftsrat Ende vergangenen Jahres, die Gründung der Fachhochschule Fresenius vor 40 Jahren, das 80-jährige Jubiläum der Technikerausbildung und das 30-jährige Dienstjubiläum des beliebten Professors Dr. Leo Gros, Vizepräsident und Leiter des Fachbereichs Chemie & Biologie.
Jeder einzelne Teil des Jubiläums war etwas Besonderes: Angefangen vom hochkarätigen Fachsymposium in Chemie mit Nobelpreisträger Paul Crutzen über die festliche Jubiläumsveranstaltung mit der bewegenden Ehrung von Professor Dr. Leo Gros, das rauschende Fest auf dem Hochschulcampus mit toller Atmosphäre, bis hin zum Tag der offenen Tür am Samstag mit der Eröffnung des Traditionszimmers, interessanten Vorlesungen durch ehemalige Dozenten und dem Besuch der hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst, die den Fresenius-Kreisel mit einweihte – ein rundum gelungenes Fest!
Rückblick: Programmhöhepunkte 28. Oktober 2011
Fach-Symposium "Chemie – A Central Science – Gestern, heute und morgen"
„Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben“ (A. Einstein)
Schon der Auftakt der Jubiläumsveranstaltung hielt einen Höhepunkt bereit: Chemie- Nobelpreisträger Paul Crutzen war der Einladung nach Idstein gefolgt, um auf dem Fachsymposium zu referieren. Rund 250 Wissenschaftler und Studierende diskutierten mit Crutzen, der lange das Max-Planck-Institut in Mainz geleitet hatte, aktuelle Fragen des Klimawandels. Für seine Forschung zu Bildung und Abbau von Ozon hatte der 77-jährige Niederländer 1995 den Nobelpreis für Chemie erhalten. Crutzen wies nach, wie empfindlich die Ozonschicht auf vom Menschen verursachte Luftverunreinigungen reagiert. Insbesondere die gesellschaftliche Verantwortung der Hochschulen, sich in der Forschung mit der Lösung der Klima- und Umweltfragen zu beschäftigen, wurde in der anschließenden Diskussion herausgestellt.
Nach Crutzen referierten weitere renommierte Wissenschaftler aus Forschung und Praxis, unter anderem aus den Unternehmen Merck, BASF und Evonik, zu Zukunftschancen auf verschiedenen Forschungsfeldern der Chemie wie Energiespeicherung, Kunststoffherstellung oder Therapien gegen Alzheimer. Nach jedem Vortrag entstanden lebhafte Diskussionen zwischen den Zuhörern und den Referenten.
Feierstunde "Die Traditionshochschule Fresenius – Gegenwart und Zukunft" (ab 18:30 Uhr)
Die blumengeschmückte Stadthalle bot den passenden festlichen Rahmen für die Feierstunde: Bei allem Stolz auf die traditionsreiche Vergangenheit legte Präsident Botho von Portatius den Schwerpunkt in seiner Festansprache auf die weitere Entwicklung und die Zukunft der Hochschule Fresenius.
Für seine besonderen Verdienste um Studium, Lehre und Internationalisierung zeichnete die Hochschule ihren Vizepräsidenten und Leiter des Fachbereichs Chemie und Biologie, Professor Leo Gros, aus. „Professor Gros prägt die Hochschule seit 30 Jahren maßgeblich und brennt nach wie vor für sein Fach und den Unterricht“, sagte der Hochschulratsvorsitzende Professor Andreas Pinkwart in seiner unterhaltsamen und persönlichen Laudatio. Dem ausgewiesenen Weinkenner überreichte Pinkwart als Geschenk nicht nur eine Flasche Wein seines Geburtsjahrgangs, sondern auch einen 100-jährigen Armagnac.
Nach langem Applaus und stehenden Ovationen des Publikums bedankte sich der sichtlich
bewegte Professor Gros in gewohnt unterhaltsamer Manier, bevor ihm von AStA-Vertretern aller Hochschulstandorte ein großer Blumenstrauß überreicht wurde.
30 Jahre Hochschule Fresenius!
Mit Professor Dr. Leo Gros wurde im Rahmen der Feierstunde am 28. Oktober ein besonderer Mensch geehrt. In unserem Interview erzählt er, was ihn antreibt.
Jubiläums-Fest "Momente, die Facebook nicht bietet"
Die geschmückte und illuminierte Hochschule lud abends zum Jubiläumsfest ein: Das gesamte Erdgeschoss von Haus B auf dem Campusgelände war zu einer abwechslungsreichen Event-Landschaft umgestaltet worden, in der sich alle Gäste wohlfühlten und bis spät in die Nacht feierten.
Nicht nur kulinarisch kam jeder auf seine Kosten: Vitamin-Bar, Winzerstube, Pasta, Tapas, Kaffee und Süßspeisen ließen keine Wünsche offen. Auch der Barkeeper der Cocktailbar hatte alle Hände voll zu tun. Viele Ehemalige feierten ein Wiedersehen und fanden gemütliche Ecken zum Erzählen.
Ein mitreißendes Programm hatte sich die Hochschule einfallen lassen: Die Gesangsauftritte von Ann-Kristin Lauber, Mitarbeiterin des Hochschulsekretariats, bezauberten die Gäste ebenso wie die Auftritte von „Don Futschikato“, Dr. Dieter Arnold und dem Vorstand des Magischen Zirkels, Andreas Fleckenstein.
Rückblick: Programmhöhepunkte 29. Oktober 2011
Die Hochschule Fresenius stellt sich vor: "Blick hinter die Kulissen und Einblicke in ein großes Netzwerk"
Der Samstagmorgen begann mit der Eröffnung des Traditionszimmers durch den Ehrenpräsidenten Ludwig Fresenius. Das kleine Museum zeigt alte Laborausstattungen und blickt auf die Geschichte der Chemie, der Hochschule und der Familie Fresenius zurück.
Mit mehreren Aktionen und Programmpunkten stellte die Hochschule Fresenius ihre heutigen Fachbereiche und ihre Kompetenzen vor. In gut gefüllten Hörsälen lauschten die Gäste und Ehemaligen interessanten Vorlesungen von ehemaligen Dozentinnen und Dozenten oder ließen sich über den Campus führen.
Die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, überbrachte die Glückwünsche des Landes Hessen zum Jubiläum persönlich: „Die Hochschule Fresenius hat mit ihren Initiativen immer viel bewegt. Sie war es, die die Heilberufe in Deutschland zu akademischen Berufen gemacht hat“, sagte die Ministerin und fügte an: „Hessen ist stolz auf diese Hochschule. Sie ist etwas ganz Besonderes.“
Schlusspunkt der Jubiläumsveranstaltung war die Einweihung des Fresenius-Kreisels an der Limburger Straße: Gemeinsam mit Idsteins Bürgermeister Gerhard Krum und Hochschul-Geschäftsführer Hermann Kögler enthüllte die Ministerin die Kreisel-Skulptur „Quo“ – entstanden in einem studentischen Wettbewerb.
Unsere Ehemaligen auf dem Fest
Wiedersehen in Idstein – Zahlreiche Ehemalige bereicherten die Jubiläumsfeierlichkeiten
Aus allen Ecken Deutschlands, aus Österreich, der Schweiz und sogar aus Schweden kamen unsere Ehemaligen, um mit der Hochschule Fresenius zu feiern. Insgesamt fanden mehr als 230 Alumni den Weg nach Idstein.
Besonders freut uns, dass wir eine Chemotechnikerin des Abschlussjahres 1947 (!) begrüßen durften, die gemeinsam mit ihrer Freundin - Abschlussjahr 1948 - an der Feierstunde und am Jubiläumsfest teilnahm: Wenn das kein Beweis ist, dass Fresenius jung hält!
Vielfach gab es ein freudiges Wiedersehen: Absolventen aus 48 Abschlussjahrgängen kamen in Idstein zusammen. Wenig überrascht hat die Tatsache, dass die Absolventen des Fachbereichs Chemie & Biologie haushoch in der Überzahl waren. Am stärksten vertreten war übrigens der Abschlussjahrgang 2010 aus Idstein mit Absolventinnen und Absolventen aller Fachbereiche.
Aber auch die Abschlussjahrgänge aus den 70er, 80er und 90er Jahren waren gut vertreten.
Bemerkenswert ist auch, dass einige unserer Absolventen in der Hochschule Fresenius ihre berufliche Zukunft gefunden haben. Ob im Fachbereich Chemie, Gesundheit oder Wirtschaft: Viele kommen gern an die Hochschule Fresenius zurück, sei es in fester Anstellung oder als Honorardozent.
Beim Jubiläum wurde viel in die Vergangenheit zurückgeblickt und manche Erinnerung ausgetauscht. Ohne die vielen Ehemaligen, die das Jubiläum mitgefeiert haben, wäre das Fest nicht halb so schön geworden. Die Verbundenheit aller Gäste mit der Hochschule Fresenius, die auf unterschiedliche Weise zum Ausdruck gebracht wurde, die guten Gespräche, die fröhliche Stimmung und die besondere Atmosphäre machten unser Fest zu einem unvergesslichen Erlebnis.






